Süße Träume garantiert: So oft sollten Sie Ihren Schlafanzug waschen

Pyjamas und Schlafanzüge gibt es in allen möglichen Designs und Materialien. Das wichtigste Kriterium für die richtige Nachtwäsche ist aber, dass Sie sich in ihr rundum wohlfühlen. Denn ein schöner Schlafanzug garantiert nicht nur einen erholsamen Schlaf, sondern darf an freien Tagen schon mal als bequeme Freizeitkleidung dienen. Abends auf der Couch im Pyjama einen Film sehen oder an einem Sonntagmorgen im Pyjama ausgiebig frühstücken – in einem gemütlichen Schlafanzug können Sie wesentlich mehr tun als nur zu schlafen! In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihren Schlafanzug richtig pflegen und was einen guten Pyjama wirklich ausmacht.

Inhaltsverzeichnis

Wie pflege ich meinen Schlafanzug richtig?

Was macht einen guten Schlafanzug aus?

Welche Materialien gibt es bei Schlafanzügen und für wen eignet sich welches Material am besten?

Was unterscheidet einen Schlafanzug vom Nachthemd?

Kann ich meinen Schlafanzug ganz beliebig mit der Bettwäsche kombinieren?

Welcher Schlafanzug zu welcher Jahreszeit?

Schlafanzüge für die Freizeit liegen im Trend

11 Tips für Ihren Schlafanzug

Wie pflege ich meinen Schlafanzug richtig?

Bei Bettwäsche, Nachtwäsche, Matratzenschonern und allen weiteren Textilien im Schlafzimmer ist es besonders wichtig, auf die Hygiene zu achten, denn nur so sorgen Sie für ein angenehmes Schlafklima. Waschen Sie also regelmäßig Ihre Bettwäsche und Ihren Schlafanzug. Behalten Sie dabei unbedingt die unterschiedlichen Materialien im Blick – die Reinigungshinweise auf dem Etikett in Ihrem Pyjama liefern Ihnen alle relevanten Informationen für die Wäsche.

Wenn Sie Ihren Schlafanzug waschen, sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Idealerweise sollte Baumwolle bei 40° C gewaschen werden – sie kann aber bei Bedarf bis zu 60° C aushalten.
  • Trennen Sie die Wäschestücke unbedingt nach Farben und waschen Sie bunte Wäsche mit einem geeigneten Colorwaschmittel und helle Wäsche mit einem Vollwaschmittel.
  • Reinigen Sie Jersey und andere Baumwollmischungen nur im Schonwaschgang bei niedriger Temperatur von 30° C.
  • Verwenden Sie besser keinen Weichspüler, denn er lässt die Fasern schnell porös und stumpf wirken.
  • Schlafanzüge aus Viskose sollten bei 40° C im Schonwaschgang und mit Flüssigwaschmittel gereinigt werden. Vorsicht beim Trocknen: Bügeln Sie den feuchten Schlafanzug mit einem schützenden Bügeltuch.
  • Trocknen Sie Ihren Schlafanzug an der frischen Luft und hängen Sie ihn möglichst gerade auf – beispielsweise an einem Kleiderbügel oder nur einmalig über die Wäscheleine geschlagen.

Wie oft soll ich meinen Schlafanzug wechseln?

Abgestorbene Hautschuppen sind die Leibspeise von Wanzen und Milben. Da der Schlafanzug auf der bloßen Haut getragen wird, lagern sich besonders viele Hautschuppen auf ihm ab, wenn Sie ihn nicht regelmäßig wechseln. Für einen hygienischen Umgang mit der Nachtwäsche empfehlen Experten, dass Sie Ihren Schlafanzug mindestens alle vier Tage waschen, spätestens aber nach einer Woche. Sie neigen dazu, stärker zu schwitzen? Bei viel Schweiß oder Krankheit sollten Sie den Schlafanzug sogar alle zwei Tage waschen.

Info: Die Matratzenfirma Ergoflex machte im Jahr 2015 eine Umfrage mit ca. 2.500 Frauen und Männern in England. Dabei kam heraus, dass Frauen ihren Schlafanzug im Schnitt alle 17 Tage wechseln und Männer alle 13 Tage. Das ist deutlich zu wenig, wenn man bedenkt, wie viele Bakterien, Keime und Milben sich in dieser Zeit auf der Nachtwäsche und im Bett angesammelt haben können.

11 Tipps, wie Sie Ihren Schlafanzug waschen und pflegen sollten

11 Tips für Ihren Schlafanzug

Wie bei der Pflege gilt es auch bei der Wahl des Schlafanzugs ein paar Punkte zu beachten, die zu Hygiene und Wohlbefinden beitragen. Sie möchten wissen, was einen guten Schlafanzug ausmacht, welche Materialien für welchen Schlaftyp geeignet sind, welche Bettwäsche passend ist und welche Rolle die Jahreszeiten dabei spielen? Hier erfahren Sie alles Wissenswerte in puncto erholsamer Schlaf:

Was macht einen guten Schlafanzug aus?

Haben Sie sich schon mal gefragt, woher das Wort „Pyjama“ eigentlich stammt? Das Synonym für den klassischen, zweiteiligen Schlafanzug stammt aus dem dari-persischen Raum und bezeichnet eine leichte Hose, die mit einem Band zusammengehalten wird. Durch die Ähnlichkeit dieser Hose mit den europäischen Schlafanzughosen wurde das Wort Pyjama in unseren Breitengraden ebenso geläufig wie der Begriff des Schlafanzugs.

Ein Schlafanzug besteht in der Regel aus zwei Teilen: einer lockeren Hose und einem leichten Shirt. Beides sollte bequem zu tragen sein und den Körper in seinen Bewegungen nicht einengen. Auf Knöpfe, Reißverschlüsse und Ähnliches, was beim Schlafen stören könnte, wird bei den klassischen Modellen verzichtet. Die Hose hat normalerweise eine Kordel oder ein Gummiband, um den Sitz zu regulieren. Schlafanzüge gibt es für Männer, Frauen und Kinder jeder Altersstufe. Die Form und die Materialien, aus denen der Stoff besteht, können ganz unterschiedlich ausfallen, weshalb Sie je nach Jahreszeit und persönlichen Vorlieben verschiedene Schlafanzüge Ihr Eigen nennen sollten.

11 Tips für Ihren Schlafanzug

Welche Materialien gibt es bei Schlafanzügen und für wen eignet sich welches Material am besten?

Die beliebten Zweiteiler gibt es in beinah allen Material- und Designkombinationen. Bedenken Sie bei der Wahl Ihres passenden Schlafanzugs, dass die Materialien auch einen bestimmten Zweck erfüllen. Egal, ob Schlafanzug witzig mit Motiv, schlicht oder einfarbig ist, bezüglich Design und Farben sind Ihnen keine Grenzen gesetzt.

Wir unterscheiden zunächst zwei Klassen von Materialien: die natürlichen und die synthetischen. Im Folgenden finden Sie deshalb eine Liste zu beiden Klassen mit einer kurzen Beschreibung der jeweiligen Materialeigenschaften bzw. ihrer besonderen Verwendungen.

Die natürlichen Stoffe

  • Satin/Seide: Satin und Seide sind weit verbreitete Stoffe für Pyjamas, denn sie sind luftig und leicht und werden deshalb besonders im heißen Sommer sehr geschätzt.
  • Baumwolle: Dieses beliebte Material für Nachtwäsche ist atmungsaktiv und nimmt Feuchtigkeit gut auf, weshalb es für lauwarme Nächte am besten geeignet ist.
  • Jersey: Dieses spezielle Strickgewebe ist als Pyjamastoff ebenfalls sehr beliebt, denn es ist elastisch und leicht, atmungsaktiv, mit leichter Wärmespeicherung.
  • Frottee/Nicki: Der kuschelige Stoff ist sehr weich, mit angenehmem Tragegefühl und einer guten Wärmespeicherung für kühle Nächte.
  • Flanell: Flanell ist der Klassiker unter den Pyjamastoffen. Er ist besonders kuschelig und ideal für die Übergangszeit.
  • Merinowolle: Die Wolle des Merino-Schafs ist extrem weich. Zudem besitzt das Naturprodukt ein eigenständiges Klimamanagement. Diese Eigenschaft ermöglicht es, bei Kälte zu wärmen und bei Hitze zu kühlen. Wer sich mit Wolle auskennt, der weiß, dass das Material sehr multifunktional ist, denn Merinowolle ist atmungsaktiv, geruchsneutralisierend und feuchtigkeitsregulierend.

Zusammengefasst sind natürliche Materialien sehr hautfreundlich, kuschelig und besonders beliebt, wenn die Temperaturen runter gehen.

Die synthetischen Stoffe

  • Polyester: Von allen synthetischen Stoffen wird Polyester für Pyjamas am häufigsten verwendet. Er ist elastisch und atmungsaktiv.
  • Polyacryl: Polyacryl fördert ein natürliches Schlafklima und ist deshalb ebenfalls ein beliebtes Material für Schlafanzüge.
  • Fleece/Microfleece: Dieses Material ist vor allem im Winter beliebt, denn es ist sehr weich und hält den Körper in der Nacht mollig warm. Zudem trocknet der Stoff schnell und ist äußerst strapazierfähig.
  • Polyamid: Wie Fleecestoffe trocknet auch Gewebe aus Polyamid besonders schnell und zeichnet sich durch eine hohe Elastizität aus.

Künstliche Stoffe empfehlen sich gerade bei Personen, die viel schwitzen, denn sie sind pflegeleicht und trocknen schnell. Um eine optimale Hautverträglichkeit zu garantieren, sollten Sie hierbei auf namhafte Hersteller setzen.

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Was unterscheidet einen Schlafanzug vom Nachthemd?

Bei einem Nachthemd handelt es sich um einen Einteiler, der nur aus einem langen Oberteil besteht. Es sitzt locker am Körper und reicht in der Regel über das Gesäß und bis zur Mitte der Oberschenkel. Der Schlafanzug hingegen hat meist ein kürzeres Oberteil und eine Hose, die je nach Modell lang oder auch kurz ausgefallen. Weitere Informationen und Produktvorschläge finden Sie hier.

Kann ich meinen Schlafanzug ganz beliebig mit der Bettwäsche kombinieren?

Eigentlich bleibt die Kombination aus Bettbezug und Schlafanzug ganz Ihnen und Ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Allerdings sollten Sie bei der Wahl der Bettwäsche darauf achten, dass der Stoff des Schlafanzugs sich nicht am Stoff der Bettwäsche aufraut. Außerdem ist eine Kombination aus Seidenpyjama und Seidenbettwäsche nicht zu empfehlen, da die sehr glatte Seide einen unruhigen Schlaf verursachen könnte.

Welcher Schlafanzug zu welcher Jahreszeit?

Frühling Wenn die Nächte wieder wärmer sind, ist ein Schlafanzug aus Jersey ideal, denn er ist elastisch und atmungsaktiv. Die größte Besonderheit des Materials ist jedoch seine Wärmespeicherung. Je nachdem, ob Ihnen noch kalt ist oder nicht, können Sie die Schlafanzüge mit langen Ärmeln und langer Hose kaufen oder in der kurzen Variante mit T-Shirt.

Sommer In der heißen Jahreszeit sollten Sie einen Schlafanzug wählen, der kurz und leicht ist. Am besten eignen sich hierfür Materialien wie Satin, Seide und leichte Baumwolle. Synthetische Stoffe wie Polyester sind ebenfalls sehr atmungsaktiv und speziell geeignet, um Flüssigkeiten aufzunehmen und schnell wieder zu trocknen. Bedenken Sie, dass Sie im Sommer besonders oft den Schlafanzug wechseln.

Herbst Die Tage werden kürzer und die Pyjamas länger. Wie im Frühling bietet sich auch im Herbst vor allem Jersey als Material an. Sie frieren dennoch? Dann versuchen Sie es mit einem Schlafanzug aus Frottee bzw. Nicki. Sie sind sehr weich und angenehm zu tragen und besitzen eine bessere Wärmespeicherung als Jersey.

Winter Wenn es richtig kalt wird, hilft nur ein flauschig warmer Schlafanzug. Es gibt eine Fülle verschiedener Stoffe und Textilien, die sich angenehm tragen lassen und Sie in der kalten Jahreszeit warmhalten. Besonders mollig sind hier Flanell, Molton und Merinowolle. Natürlich sollte der Schlafanzug lange Beine und Ärmel haben. Kuschelige Socken runden das gemütliche Outfit ab.

11 Tips für Ihren Schlafanzug

Schlafanzüge für die Freizeit liegen im Trend

Schlafanzüge gibt es in den verschiedensten Varianten und Designs. Ob klassisch einfarbig oder witzig gestaltet – die Nachtwäsche findet vermehrt ihren Weg in unseren Alltag. Was bei uns manchmal noch wie ein komischer Trend wirkt, ist in anderen Ländern der Welt ganz normal. So ist es beispielsweise in nahezu allen asiatischen und vielen außereuropäischen Ländern gang und gäbe, den Schlafanzug am Tag und in der Öffentlichkeit zu tragen, da er allgemein mehr als Hausbekleidung und nicht nur als reine Schlafbekleidung dient. Bei der riesigen Auswahl an unterschiedlichen Materialien und Designs werden Sie auch in Deutschland Modelle finden, die durchaus als straßentauglich durchgehen würden – in den letzten Jahren tauchten immer wieder spezielle Designs auf dem Markt, die extra für den Alltag gedacht waren.

Vielleicht trauen Sie sich beim nächsten Einkauf auch mehr?