14. Juni 2018 | Lesezeit: 4 Minuten

Welches Gemüse ist grünlich-rot, steckt voller Vitamine und heißt auf Lateinisch „Rheum barbarum“? Sie ahnen es vielleicht: Die Rede ist vom Rhabarber. Doch Moment, Gemüse? Aber ja, denn Rhabarber gehört zum Stangengemüse, auch wenn er geschmacklich eher als Obst eingeordnet wird und hauptsächlich für süße Speisen wie Kompott oder Kuchen verwendet wird. Die Erntezeit der säuerlichen Stangen beginnt im April, und ab diesem Zeitpunkt sind die Wochenmärkte voll mit dem leckerem Gemüse. Wir verraten Ihnen, warum Sie Rhabarber nur bis zum 24. Juni ernten sollten, was Sie bei dem Kauf und der Zubereitung beachten müssen und warum es sich jetzt, gegen Ende der Rhabarber-Saison, noch einmal lohnt, am Gemüsestand zuzugreifen.

Sauer macht lustig: Welche Nährstoffe stecken in Rhabarber?

Rhabarber hat ein ganz besonderes Aroma. Je nach Sorte schmeckt er mal stark säuerlich, mal herb und mal sogar zart nach Himbeeren. Es kommt dabei auf die Farbe an, die allerdings keinen Einfluss auf die Menge der Nährstoffe hat: Rhabarber versorgt Sie mit Vitamin C, Ballaststoffen und Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen und Phosphor. Zudem kommt er mit rund 15 kcal pro 100 g ziemlich schlank daher. Da er außerdem reichlich Kalium sowie Apfel- und Zitronensäure enthält, wirkt er verdauungsfördernd. Eine wahre Wunderwaffe, finden Sie nicht auch?

Rhabarber im eigenen Garten anpflanzen

Vom Einkauf bis zur Zubereitung

Wer vor dem gut gefüllten Gemüseregal steht, stellt sich automatisch die Frage: Woran erkenne ich frischen Rhabarber? Ganz einfach: Achten Sie darauf, dass die Stangen fest und glänzend und die Schnittstellen noch feucht sind. Außerdem sollte Rhabarber schnell zubereitet werden, da er schnell austrocknet. Ähnlich wie » Spargel können Sie ihn in ein feuchtes Tuch einwickeln und einige Tage im Kühlschrank lagern. In der Küche werden nur die Blattstiele verwendet, nicht die Blätter. Waschen Sie die Stangen gründlich und schneiden Sie das Stielende ab. Nachdem Sie den Rhabarber geschält haben, können Sie diesen in kleine Stücke schneiden. Nun gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Gemüse zu verarbeiten: Sie können es dünsten, einen Kuchen damit belegen oder eine erfrischende Schorle zubereiten. Natürlich können Sie die Stücke auch einfrieren, sodass Sie auch außerhalb der Erntezeit nicht auf den gesunden Genuss verzichten müssen. Diese endet übrigens nach alter Überlieferung am Johannistag. Der Grund: In dem leckeren Gemüse steckt Oxalsäure, welche in hohen Mengen giftig und gesundheitsschädlich ist, weshalb Sie Rhabarber stets kochen und nicht roh essen sollten. Und eben dieser Oxalsäure-Gehalt steigt im Laufe der Erntezeit, die daher am 24. Juni endet.

Was Sie beim eigenen Anbau im Garten beachten sollten

Gute Nachrichten für Hobbygärtner: Rhabarber lässt sich wunderbar im eigenen Garten anbauen. Die Pflanze benötigt einen halbsonnigen Standort, einen nährstoffreichen Boden und muss regelmäßig gegossen werden, es darf aber keine Staunässe entstehen. Als Dauerkultur kann sie bis zu zehn Jahre am selben Standort bleiben. Und wer im Frühjahr Rhabarber pflanzt, kann im folgenden Jahr die ersten knackigen Stangen ernten. Ein guter Vorsatz für 2019, oder? 😉

Rhabarber-Erdbeer-Schorle Rezept

Erfrischende Rhabarber-Erdbeer-Schorle

Nachdem Sie nun alles Wissenswerte über das vitaminreiche Gemüse erfahren haben, möchten wir Ihnen nicht vorenthalten, was Sie Köstliches aus Rhabarber zaubern können. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Rhabarber-Erdbeer-Schorle? Die perfekte Erfrischung an heißen Sommertagen!

Sie benötigen:

1 kg Rhabarber
150 g Zucker
500 ml Wasser
2 Limetten
1 Schale Erdbeeren
Etwas Minze
Eiswürfel

Und so wird sie gemacht:

1. Zunächst steht die Herstellung des Rhabarber-Sirups an! Dafür waschen und schälen Sie den Rhabarber und schneiden diesen in etwa 4 cm lange Stücke. Die Stücke geben Sie in einen Kochtopf mit Wasser und lassen sie 20 bis 30 Minuten bei schwacher Hitze kochen.

2. Während der Rhabarber kocht, pressen Sie eine der Limetten aus und geben Sie den Saft in eine Schale. Ist der Rhabarber fertig gekocht, gießen Sie den Saft durch ein Sieb oder ein sauberes Küchenhandtuch ab. Die zweite Variante ist zwar etwas aufwendiger und dauert länger, aber so erhalten Sie einen schön klaren Saft.

3. Geben Sie den abgegossen Rhabarbersaft mit dem Limettensaft und dem Zucker in einen Topf und lassen Sie die Menge unter ständigem Rühren noch einmal aufkochen. Den noch heißen Saft können Sie nun in Gläser mit Schraubverschluss füllen, damit der Sirup lange haltbar bleibt.

4. Wenn Sie aus dem Sirup nun eine erfrischende Schorle zaubern wollen, mixen Sie ihn mit etwas spritzigem Mineralwasser. Achten Sie dabei auf das Mischverhältnis von 60 % Wasser und 40 % Sirup.

5. Geben Sie abschließend ein paar Eiswürfel, die geschnittenen Erdbeeren und die Minze dazu, stecken Sie einen schönen Strohhalm hinein und fertig ist die Schorle!

Kleiner Tipp: Wenn Sie einen Teil des Mineralwassers mit Prosecco ersetzen, haben Sie einen spritzigen Partydrink, der auf jeder Feier für große Begeisterung sorgen wird. 😉

Und nun möchten wir von Ihnen wissen, für was Sie Rhabarber am liebsten verwenden. Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept ganz einfach in den Kommentaren!

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