12. September 2018 | Lesezeit: 5 Minuten

Die Briten bevorzugen ihn mit Milch, in China und Japan wird er in einer traditionellen Zeremonie aufgebrüht und in Ostfriesland wird er nicht ohne „Kluntje“, also Kandiszucker getrunken. Sie haben bestimmt schon erraten, von welchem Getränk hier die Rede ist, doch wissen Sie auch, wem wir dieses zu verdanken haben? Es war der chinesische Kaiser Shennong, der Tee vor über 5.000 Jahren entdeckt und kultiviert hat. Heute gibt es weltweit über 3.000 Sorten, von denen Schwarztee die wohl beliebteste ist. Doch welche Wirkung hat schwarzer Tee eigentlich auf unseren Körper? Und welcher (Kräuter-)Aufguss hilft bei Nervosität oder einer nahenden Erkältung? Wir verraten es Ihnen und geben gleichzeitig Tipps zur richtigen Zubereitung!

Ein Moment zum Innehalten: Zitronenmelisse zur Entspannung

Zitronenmelissentee zur Entspannung

Rrring! Mit dem ersten Weckerklingeln starten wir jeden Morgen in einen neuen, spannenden Tag, der gerade unter der Woche perfekt durchgetaktet ist: Familie, Freunde, Job und Haushalt unter einen Hut zu bekommen, ist wahrlich eine Meisterleistung. Was dabei oftmals zu kurz kommt, sind kleine » Verschnaufpausen, die für Ihren Körper und Geist allerdings enorm wichtig sind. Dafür reichen meist schon zehn Minuten, in denen Sie sich mit einer Tasse frisch aufgebrühtem Tee zurückziehen und sich ganz dem Genuss widmen können. Unsere Lieblingssorte zum Entspannen: Zitronenmelisse! Bereits seit dem Mittelalter wird ihr eine beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung zugeschrieben, sodass sie bei nervlichen Belastungen, Schlafstörungen und Stress unsere erste Wahl aus dem Teeregal ist. Wenn Sie frische Zitronenmelisse verwenden, lassen Sie zwei Hände voll Blätter in 1,5 bis 2 Litern heißem Wasser für rund 20 Minuten ziehen. Unser Tipp: Zerkleinern Sie die Zitronenmelisse, damit die ätherischen Öle sich besser entfalten können und der Tee noch intensiver schmeckt.

Johanniskraut – gute Laune aus der Teetasse

Johanniskrauttee gegen Depressionen

Wir lieben den goldenen Herbst mit seinen laubbedeckten Wegen und bunten Wäldern, die zu langen, romantischen Spaziergängen animieren. Doch bei vielen Menschen lösen die selteneren Sonnenstunden und häufigeren Regentage in dieser Jahreszeit den sogenannten „Herbst-Blues“ aus. Gegen kleine Stimmungstiefs gibt es viele Tipps, von viel Bewegung über eine » gesunde Ernährung, doch wir möchten Ihnen einen Geheimtipp verraten, dessen Wirkungsweise sogar wissenschaftlich belegt ist. Die Rede ist von Johanniskraut, einem pflanzlichen Mittel gegen Niedergeschlagenheit und Stimmungstiefs. Für einen heilsamen Teeaufguss können Sie entweder zu einem fertigen Produkt aus dem Supermarkt greifen oder selbst zur „Kräuterhexe“ werden. In der Natur wächst Johanniskraut bevorzugt an trockenen Standorten wie Wegrändern oder Kiesgruben. Sie erkennen es an den goldgelben Blüten mit fünf Blütenblättern. Schneiden Sie die Stängel im oberen Viertel ab, binden Sie sie zu Sträußen und lassen Sie sie kopfüber an einem sonnigen Ort trocknen. Zerbröseln Sie dann die Sträuße und geben Sie zwei Teelöffel davon in ein Teesieb, welches Sie mit 250 ml kochendem Wasser übergießen. Lassen Sie das Ganze für 10 Minuten ziehen – fertig ist der Gute-Laune-Tee!

Denn es muss nicht immer Kaffee sein: Schwarztee für mehr Energie

Schwarztee für Energie

Darjeeling, Assam, Earl Grey, Ceylon, Oolong, Ostfriesentee – die Auswahl an Schwarztees und Schwarzteemischungen ist groß. Das ist kaum verwunderlich, gehört schwarzer Tee doch zu den weltweit beliebtesten Teesorten und gilt aufgrund seines hohen Koffeingehalts als tolle Alternative zu Kaffee. Doch wussten Sie auch, dass schwarzer Tee nicht nur Energie liefert, sondern auch reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Magnesium, Kalium, Fluor, Kalzium, Kupfer, Eisen, Phosphat, Vitamin B1 und Vitamin B2 ist? Diese sorgen für ein vermindertes Herzinfarktrisiko, starke Knochen und gesunde Zähne. Doch damit der Tee seine volle Wirkung entfalten kann, gilt es bei der Zubereitung einiges zu beachten: Für eine Tasse sollten Sie einen Teelöffel Schwarztee mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser übergießen und eine Ziehzeit von zwei bis drei Minuten nicht überschreiten. Der Grund: Je länger der Tee zieht, desto bitterer schmeckt er. Echte Schwarztee-Liebhaber verwenden übrigens stilles Mineralwasser oder gefiltertes Wasser, da der Kalk im Leitungswasser einen unschönen Film auf dem Tee hinterlässt und den Geschmack trübt. Nun, mit diesem geballten Wissen steht der perfekten Tasse Schwarztee nichts mehr im Wege, oder? 😉

Gut gerüstet in die kalte Jahreszeit: Hagebuttentee fürs Immunsystem

Hagebuttentee für die Abwehrkräfte

Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an Hagebutten denken? Vielleicht der beliebte Kinderstreich, bei dem die Kerne der roten Früchte als Juckpulver verwendet werden? Wir können Ihnen versichern: In der Hagebutte steckt weit mehr! So hat Hagebuttenpulver eine entzündungshemmende Wirkung und hilft beispielsweise bei Gelenkschmerzen. Zudem ist die Hagebutte als Heilpflanze bekannt und gilt als echte Vitamin-C-Bombe. Also, machen wir uns diese Eigenschaften zunutze und wappnen wir uns mit einem wohlschmeckenden Hagebuttentee für die Erkältungszeit. Die Zubereitung aus frischen Früchten ist ganz einfach: Pflücken Sie die Hagebutten mit dicken Handschuhen (zum Schutz vor Dornen) und zerkleinern Sie die Früchte mitsamt der Schale und den Kernen, um sie dann einige Tage auf Küchenpapier trocknen zu lassen. Sind die Hagebutten gut durchgetrocknet, geht es ans Teekochen: Geben Sie 2-3 Teelöffel der Früchte in ein Teesieb und übergießen Sie dieses mit heißem Wasser. Für 10-15 Minuten ziehen lassen, und fertig ist der perfekte Teegenuss für Ihre Abwehrkräfte!

Sie möchten noch mehr zu den verschiedenen Teesorten und der Geschichte des Tees erfahren? Dann blättern Sie jetzt durch den » kostenlosen Tee-Guide von KLINGEL, der neben Tipps für die Zubereitung und Anwendung auch tolle Do-it-yourself-Ideen für Teemischungen und Kosmetik für Sie bereithält. Und nun sind wir ganz gespannt, welche Teesorte Ihnen am besten schmeckt und wie Sie sie am liebsten genießen. Verraten Sie es uns in den Kommentaren!

Empfehlungen der Redaktion

Ihre Meinung ist gefragt
Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

1 Kommentar