3. Januar 2020 | Lesezeit: 6 Minuten

Haben Sie auch zum Jahresbeginn Ihren Kleiderschrank aussortiert oder es noch vor? Die ausrangierte Kleidung müssen Sie keinesfalls wegwerfen, sondern Sie können neue Schätze daraus kreieren. Das Zauberwort dafür lautet Upcycling. Wir haben Ihnen vier Ideen mitgebracht, wie Sie ganz einfach aus Shirt, Handtuch, Hemd und Co. wiederverwendbare Wattepads, Einkaufsbeutel und mehr basteln können. Und das Beste daran: Aus Altem Neues zu schaffen ist nachhaltig und umweltschonend.

Liebe Leserinnen, sind Sie gut ins neue Jahr gekommen? Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen Start und haben Ihnen direkt ein paar Ideen mitgebracht, mit denen Sie kreativ werden können. Vielleicht sortieren auch Sie zu Jahresbeginn Ihren Kleiderschrank aus, um frisch in das neue Jahr zu starten, oder haben noch ein paar Stoffreste zu Hause? Diese müssen Sie nicht wegwerfen, geben Sie ihnen doch stattdessen eine neue Aufgabe. Mit Nadel, Faden und Schere ausgestattet können Sie aus alten Shirts, Kleidern und Co. mit ein wenig Geschick Praktisches für den Alltag oder zum Verschenken basteln. Wir zeigen Ihnen, wie es geht!

Die Einkaufstasche aus einem alten Shirt

Tragetasche aus alten Shirts basteln

Aus einem alten Shirt zaubern Sie im Handumdrehen Ihren hübschen Helfer für den nächsten Einkauf. Die praktische Tragetasche, die Sie aus einem Stoff ganz nach Ihrem Geschmack gestalten können, ist schnell genäht und kann danach immer wieder genutzt werden – das ist nachhaltig und Sie müssen sich noch nicht ganz von Ihrem Lieblingsshirt trennen.

Sie benötigen: Ein altes Shirt (Kurz- oder Langarm), Schere, passendes Garn, Nadel

So geht’s: Breiten Sie das Shirt vor sich aus und schneiden Sie die Ärmel des Shirts entlang der Achseln ab. Nun haben Sie zunächst ein ärmelloses Top vor sich, dessen Träger als Henkel der Tasche dienen. Drehen Sie es auf links und schneiden Sie den bestehenden Saum am unteren Ende bei Bedarf ab. Nun können Sie das Top am unteren Saum des ehemaligen Shirts zunähen. Wenden Sie den Stoff wieder auf rechts – fertig ist die Tragetasche!

Unser Tipp: Noch schneller geht es, wenn Sie die Tasche am unteren Ende zusammenknoten. Schneiden Sie dafür den unteren Saum des Shirts in etwa 1-2 cm breite Fransen. Die jeweils nebeneinanderliegenden Enden können Sie dann einfach stramm verknoten. So ist die Tasche von unten verschlossen und tragfähig, ohne dass Sie Nadel und Faden schwingen müssen.

Wiederverwendbare Kosmetik-Pads aus alter Kleidung

Wattepads aus alten Stoffresten nähen

Ausrangierte Baumwollstoffe von Blusen, Hemden und Handtüchern sowie Frottee und Sweatstoff können Sie ideal für unsere nächste Idee nutzen. Aus den Stoffen mit unterschiedlichen Oberflächen werden im Nu umweltfreundliche, wiederverwendbare Wattepads. Es ist ganz einfach, sie zu basteln. Achten Sie lediglich darauf, dass die Stoffe, die Sie nutzen, bei 60° C bis 90° C waschbar sind, um die Pads nach der Benutzung in der Waschmaschine wieder hygienisch rein waschen zu können. Je nachdem, wofür Sie die Pads nutzen möchten, sorgen die unterschiedlich groben Textilien für verschiedene Reinigungs- und Peeling-Effekte auf der Haut. Probieren Sie es einfach selbst aus und nähen Sie Ihre eigenen nachhaltigen Kosmetikpads.

Sie benötigen: Ein Blatt Papier, ein Glas, Bleistift, Stoffreste aus unterschiedlich groben Textilien, Stecknadeln, Nadel, Schere, Faden

So geht’s: Fertigen Sie sich zunächst eine Schablone an: Zeichnen Sie die Umrisse eines Glases auf Papier und schneiden Sie sie aus. Diese Vorlage können Sie nun auf die Stoffreste legen, sie mit den Stecknadeln feststecken und den Stoff in der richtigen Größe zuschneiden. Heften Sie jeweils zwei Stoffkreise zusammen und nähen Sie sie mit dem Zickzackstich rundherum zusammen. Kombinieren Sie beispielsweise einen feinen Baumwoll- und einen groben Frotteestoff miteinander, um zwei unterschiedliche Seiten zu erhalten. Waschen Sie die Pads vor der ersten Benutzung noch einmal – dann sind sie sofort einsatzbereit!

Unser Tipp: Eckige Pads lassen sich noch einfacher nähen.

Die etwas andere Geschenkverpackung

Geschenkverpackung aus Stoffresten binden

Haben Sie schon einmal ein Geschenk in Stoff verpackt? In Japan ist das bereits zu einer Tradition geworden, die dort „Furoshiki“ genannt wird. Das Schöne daran: Sie nutzen alte Stoffreste, die Sie sowieso zu Hause haben, und können mit dem Kleid, das sie lange Zeit gern getragen haben, noch die Augen Ihrer Liebsten zum Strahlen bringen. Besonders gut kommen großflächig gemusterte Stoffe von Kleidern, Tischdecken oder Geschirrhandtüchern als Geschenkverpackung zur Geltung. Ideal eignen sich dafür glatte Baumwollstoffe. Versuchen Sie doch selbst einmal, ein Furoshiki zu falten und zu binden – es ist ganz einfach!

Sie benötigen: Papier, Stift, Lineal, Schere, Stoffreste

So geht’s: Zeichnen Sie mit dem Lineal ein Quadrat auf den Stoffrest und schneiden Sie es aus. Bei der benötigten Größe können Sie sich an folgendem Richtwert orientieren: Um ein Geschenk von 20 cm Größe einzupacken, sollte das Tuch etwa 100 x 100 cm groß sein. Möchten Sie den Saum noch verschönern, können Sie ihn einmal rundherum umnähen. Im Anschluss können Sie Ihr Geschenk auch schon einpacken. Breiten Sie das Stoffquadrat mit der Spitze nach oben vor sich aus und legen Sie das Präsent in die Mitte des Tuchs. Nun wird gefaltet: Zuerst legen Sie die obere Spitze nach unten über das Geschenk, danach die untere Spitze nach oben. Schließlich legen Sie die rechte und linke Spitze ebenfalls darüber und binden diese zu einer Schleife zusammen. So schnell ist die nachhaltige Geschenkverpackung fertig!

Unser Tipp: Mit eingesteckten Blüten oder Zweigen können Sie das Tuch noch aufpeppen. Bei den Knoten können Sie zudem viele verschiedene Varianten ausprobieren, es gibt eine Vielzahl an Bindetechniken.

DIY-Kräuter- und Kirschkernkissen

Kraueter- und Kirschkernkissen selber machen

Kirschkernkissen können Sie zu vielen Gelegenheiten einsetzen: Ob als Wärmequelle an kalten Tagen, ebenfalls wärmend gegen Muskelverspannungen oder auch kühlend bei Schwellungen und nach Insektenstichen. Alternativ können Sie die kleinen Kissen auch mit Kräutern füllen. Lavendel wirkt wunderbar beruhigend und eignet sich gegen Stress oder am Abend als Einschlafhilfe. Gierschblätter und -blüten hingegen haben einen belebenden Effekt, der Sie wach machen kann.
Möchten Sie ein Kirschkern- oder Kräuterkissen selbst nähen, benötigen Sie dafür nicht viel. Einen Rest Ihres Lieblingsstoffs oder ein altes T-Shirt eignen sich ideal. Beachten Sie: Die ausgewählten Stoffe für ein Kirschkernkissen sollten keine Kunststofffasern wie Polyester oder Lycra enthalten, da diese nicht in die Mikrowelle dürfen. Verschenken Sie die wohltuenden Säckchen doch einmal an Ihre Liebsten und machen Sie ihnen eine Freude damit.

Sie benötigen: Lineal, Stift, Schere, Stecknadeln, Garn, Stoffreste. Für ein Kirschkernkissen: gereinigte und getrocknete Kirschkerne; für ein Kräuterkissen: getrocknete Kräuter

So geht’s: Zeichnen Sie mit dem Lineal und dem Stift die gewünschte Form (Quadrat oder Rechteck) auf den Stoff und schneiden Sie ihn zweimal aus. Legen Sie beide Stoffstücke rechts auf rechts, also mit den schönen Seiten aufeinander und stecken Sie sie fest. Nun können Sie beide Stofflagen per Hand oder Nähmaschine an drei Seiten zusammennähen und anschließend wieder wenden. Jetzt geben Sie die Füllung hinein. Achten Sie jedoch darauf, dass die Kissen nicht zu voll werden. Verschließen Sie sie mit Stecknadeln und nähen Sie auch die vierte Seite – mit einem halben Zentimeter Abstand zum Rand – zu. Schon sind Sie fertig und können die Kissen selbst nutzen oder verschenken!

Unser Tipp: Mit ein wenig mehr Aufwand können Sie das Kirschkern- oder Kräuterkissen auch mit Kammern nähen, so verteilt sich die Füllung gleichmäßiger.

 

Haben Sie schon einmal ausrangierter Kleidung einen neuen Sinn gegeben und aus alten Shirts, Kleidern, Tüchern und Co. Neues genäht? Mit unseren vier Ideen ist Uplcycling aus Kleidung ganz einfach und wunderbar nachhaltig! Berichten Sie uns gern, ob Sie etwas davon nachgebastelt haben. Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei!

 

Ihre Meinung ist gefragt
Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

8 Kommentare
    1. Liebe Angelika,

      wir freuen uns sehr, dass Ihnen unsere Tipps gefallen und wünschen viel Freude beim Basteln 🙂

      Herzliche Grüße
      Ihr KLiNGEL-Team

  1. prima Ideen! Klingt auch ganz einfach, so dass alles leicht umzusetzen ist. Ich habe mir fest vorgenommen, Lavendelkissen zu nähen.

    Danke und liebe Grüße

    Claudia Marx

  2. Finde Eure Ideen auch umsetzungs- und verbreitungswürdig. Habe selbst schon öfters Kleinigkeiten in hübschen Geschirrtüchern statt Geschenkpapier verschenkt.

    Fände es schön, wenn Sie eine große Plattform schaffen könnten wo Jeder seine guten umweltverbessernden Ideen einbringen kann damit wir gemeinsam zum Wohle der Erde und aller Bewohner beitragen können. Bin gerne dabei.

    1. Liebe Ingrid,

      wie schön, dass wir Sie mit unseren Tipps begeistern können und Sie diese bereits tatkräftig umsetzen Auch ihr Vorschlag, noch weitere Ideen zu sammeln und zu teilen, ist super. Wenn Sie noch tolle Upcycling-Tipps haben, teilen Sie diese doch gerne in den Kommentaren unter diesem Beitrag mit uns und unseren Lesern – Wir sind gespannt auf einen regen Austausch Natürlich können Sie auch gerne noch weitere Freunde, Bekannte und Interessierte dazu einladen, ihre Ideen hier zu teilen. Wir freuen uns auf Sie!

      Herzliche Grüße
      Ihr KLiNGEL-Team

      Herzliche Grüße
      Ihr KLiNGEL-Team

    1. Liebe Dorothe,

      toll, dass Sie schon so fleißig gebastelt haben 🙂 Wir freuen uns, wenn wir Sie mit unserem Beitrag inspirieren konnten.

      Herzliche Grüße
      Ihr KLiNGEL-Team