Styleguide – Kleider machen Frauen


Eine große Auswahl ist heutzutage für jede Körpergröße möglich

Frauen können aus einer ganzen Bandbreite an Kleidungsstilen, Designs und Farbvielfalt schöpfen, um sich je nach Anlass schick, leger oder aufregend zu kleiden. Doch sobald der nächste Cocktailabend oder ein feines Geschäftsessen ansteht, sind die Problemzonen, die bisher durch lässige Kleidung verdeckt waren, wieder ein Thema. Dabei muss sich keine Frau unwohl in ihrer Haut fühlen, denn viele Schnitte, Modelle und Farbkombinationen lassen die eigenen Vorzüge gut zur Geltung kommen und setzen jede Frau gekonnt in Szene. Viele Modefirmen haben sich darüber hinaus auf bestimmte Größen spezialisiert und liefern genügend Beispiele, wie sich Frauen mit den unterschiedlichsten Körpermaßen ansprechende Outfits zusammenstellen können. Mit gekonntem Styling, den passenden Farben und Mustern ist jede Frau mit einem Kleid ausgestattet, in dem sie sich wohlfühlen kann.

Die Problemzonen der Frau

Umfragen zeigen, dass einige Frauen mit unterschiedlichen Körperregionen Probleme haben. Ob Bauch, Po oder Oberschenkel - bei Frauen variieren die Empfindungen, denn es ist nicht immer einfach in der Vielzahl an Kleidervariationen das richtige für sich zu finden. Um das Beste aus dem Styling herauszuholen, sollten Frauen selbstbewusst mit ihrem Körper umgehen, ihre weiblichen Rundungen bewusst herausstellen und dabei stilsicher auftreten.


Immer mehr Frauen erhalten ein positives Körperbild.

https://www.mybody.de/umfrage-was-ist-ihre-groesste-problemzone.html

Doch es ist gar nicht so schwer, die passende Kleidung für die eigenen Körperformen zu finden, die vermeintlichen Problemzonen zu kaschieren und gleichzeitig die eigenen Vorzüge zu betonen.

Problemzone Bauch

Einige Frauen empfinden ihren Bauch als zu füllig und sind unzufrieden, wie Kleider an ihrem Körper fallen. Bei zu lässigen Stilen fühlen sie sich vielleicht unförmig und bei zu engen Kleidern haben Frauen ebenfalls Bedenken. Eine Frau sollte ihre weiblichen Rundungen jedoch begrüßen und ein Kleid aussuchen, das diese betont und trotzdem nicht zu sehr auf die Problemzonen eingeht. Eine Möglichkeit ist es, die Region des Bauches nicht zu auffällig zu gestalten, so dass der Blick davon abgelenkt wird. Wer zum Beispiel ein Kleid in einer dunklen Farbe trägt, sollte keinen knalligen Gürtel darüber tragen, der den Bauch zu sehr betont. Die kräftigen Farben dürfen im oberen Körperbereich zu finden sein, als Überzieher oder Schal. Auch dicke Stoffe oder sehr steife Kleider sind eher nachteilig, denn sie fallen nicht so leicht, im Gegensatz zu weichen, fließenden Materialien. Ein Tipp ist es, Kleider mit vielen bunten und kreativen Mustern zu tragen, welche den Blickverlauf über den gesamten Körper lenken und die Problemzonen so nicht fokussieren. Wer auf edle Kleider steht, sollte Modelle mit Raffungen oder Drapierungen auswählen, denn diese sind nicht nur elegant, sondern kaschieren mit lockeren Stoffen Problemzonen am gesamten Körper. Accessoires wie Ohrringe, Tücher oder Ketten lenken den Blick beispielsweise auf das Dekolleté und aufregende Schuhe lassen die Beine zu einem echten Hingucker werden.

Kleiderempfehlungen:

  • Blusenkleid
  • Babydoll
  • Empirestil
  • Hängerkleid

Problemzone Po


Neckholderkleider fallen sehr gut um Hüfte und Po herum.

Im Prinzip sind Kleider eine tolle Möglichkeit, mögliche Pölsterchen am Hintern zu kaschieren, denn der fließende Stoff und die Betonung der weiblichen Figur sorgen für ideale Bedingungen. Toll sehen Modelle aus, die bis über das Knie gehen, denn so wirkt der Po schmaler und passt sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Empfohlen sind Kleider, die senkrechte Nähte und Stoffeinsätze besitzen, welche den Po mit fließendem Stoff umhüllen. Die A-Linien-Form ist am Oberkörper figurbetont und im unteren Bereich ausgestellt, so dass der Po und die Hüfte genügend Raum besitzen und nicht als erstes auffallen. Frauen, die meinen, dass sie einen zu flachen Po besitzen, sollten Kleider mit zusätzlichem Stoff nutzen, um mit Faltenwurf und auffallenden Mustern eine optische Fülle zu erzeugen. Wer seine weibliche Figur herausheben möchte, sollte ebenfalls Kleider mit A-Linie wählen und den Blick auf die schmalen Beine und Arme lenken. Strick- oder Schlauchkleider, die sehr eng anliegen, sind nicht zu empfehlen, besser sind kurze Kleider mit Rüschen, Drapierungen und Stickereien.

Kleiderempfehlungen:

  • gerader oder glockenförmiger Schnitt
  • A-Linie
  • Neckholder
  • Kuppel-Linie
  • X-Linie

Kleider für jede Körbchengröße

Einige Frauen wünschen sich eine größere Oberweite und mit gezielten modischen Tricks kann jedes Dekolleté hervorragend aussehen. Der Klassiker unter den Kleidern für Frauen mit kleiner Körbchengröße ist das Empirekleid. Dieser Stil ist bereits mehrere Jahrhunderte alt und hat trotzdem nichts von seiner Wirkungskraft verloren. Diese Kleider besitzen eine erhöhte Taille, die durch eine Quernaht unterhalb der Brust die Oberweite betonen und ab der Taille meist in A-Linienform fließend nach unten fallen. Ob Sommer-, Cocktail- oder Abendkleid, der Empirestil passt zu jedem Anlass. So ist der Brustbereich optisch angehoben und das Dekolleté sieht voll und anziehend aus. Stickereien oder auffällige Muster um das Dekolleté herum können für weitere Fülle sorgen. Ein Kleid im Babydoll-Stil kann übrigens dieselbe Wirkung erzielen, denn dieses betont ebenfalls die Oberweite und streckt den gesamten Körper. Eine weitere Möglichkeit sind trägerlose Kleider, die weibliche Rundungen hervorheben und am besten mit einem Bustier versehen sind, um die Oberweite zu unterstützen. Sinnvoll sind zudem hoch geschnittene Kleider, die mit V-Ausschnitten den Körper strecken.

Kleiderempfehlungen:

  • Schlauchkleid
  • Empirekleid
  • Bustierkleid
  • Volantskleid
  • V-Ausschnitt
  • Kurze Kleider

Wenn Frauen ihre große Oberweite ein wenig kleiner wirken lassen möchten, sollten sie auf Empire- oder Babydollkleider verzichten. Tiefe V-Ausschnitte helfen jedoch dabei, den Oberkörper schlanker wirken zu lassen und kurze Kleider oder Beinschlitze lenken den Blick auf die Beine.

Problemzonen Oberschenkel und Hüfte

Einige Frauen sehen Probleme an Po und Oberschenkeln, vor allem in Zusammenhang mit schmaler Taille und einem schlanken Oberkörper. Um mit der Kleidung ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen, sind aber gar nicht viele Tricks nötig. Wichtig ist es, eine Balance herzustellen, indem Frauen mit einem etwas breiteren Hüftbereich zum Beispiel den Oberkörper ein wenig weiter erscheinen lassen. Asymmetrische Ausschnitte können diesen Look erschaffen und die Betonung der schmalen Taille hilft bei der Verstärkung der weiblichen Rundungen. Kleider, die ab der Taille locker auf die Hüften fallen, können Hüfte und Oberschenkel passend umspielen; am besten in gedeckten Farben. A-Linie und Empirelinie eignen sich dafür besonders gut. Vermeiden sollten Frauen mit etwas kräftigeren Oberkörpern und breiteren Hüften Verzierungen, die rund um die Problemzonen zu finden sind, wie Rüschen, Pailletten oder Volants. Querstreifen sind ebenfalls nicht zu empfehlen. Ein wenig aushelfen können Frauen mit Miederkleidern, die den Körper unter dem Kleid in Form bringen. Mit der Typberatung auf dieser Seite können die eigenen Körperformen noch gezielter erkannt werden.

Für etwas breitere Oberschenkel und Hüfte sind im Prinzip dieselben Kleider möglich, die auch bei der Problemzone Po beim Kaschieren helfen. Trägerkleider mit Blumenoutfit oder raffinierten Mustern sind immer ein Hingucker und sollten sanft über die Hüften fallen. Wer eine schlanke Taille besitzt, kann diese zusätzlich mit Gürteln oder Aufstickungen betonen, sollte jedoch darauf achten, dass der Stoff auf der Taille gut verläuft oder ausgestellt ist. Orientieren können sich Frauen an dem Kleidungsstil der 50er Jahre, denn Babydoll und Co. haben schon vor vielen Jahren für die optimale Figur im Kleid gesorgt.

Problemzone Arme


Kräftige Arme strecken sich durch Trägerkleider.

Große Frauen haben häufig Probleme damit, ein passendes Kleid zu finden, das ihre langen Arme nicht noch zusätzlich betont. Ärmellose Kleider oder Trägerkleider sind deshalb nicht zu empfehlen, denn sie verlängern die Silhouette. Besser sind breite Ärmelaufschläge, Manschetten und viele Knöpfe und Ärmel, die nicht zu eng anliegen. Dreiviertelärmel sind ebenfalls nicht empfehlenswert, denn sie verlängern die Arme zusätzlich. Hingegen können Frauen mit etwas breiteren Schultern und kräftigeren Armen ein weites Dekolleté tragen, das die Schultern schmaler wirken lässt. Ärmel im Fledermaus-, Kimono- oder Raglanstil verstecken die Arme und wirken darüber hinaus sehr modisch und zeitgemäß. Enganliegende Stoffe sind bei dünnen und etwas breiteren Armen nicht zu empfehlen und kurze Ärmel könnten den Armbereich zu sehr betonen. Empfohlen sind fließende Stoffe und längere Ärmel, die bis über den Ellenbogen reichen und dem Arm genügend Raum geben. Bei heißen Temperaturen helfen Trägerkleider, denn die dünnen Streifen lassen die Arme ein wenig schmaler wirken. Vorsicht ist allerdings bei ärmellosen Kleidern geboten, denn diese verstärken den breiten Effekt von Schultern und Armen. Mit einer Bolero-Jacke ist die Problemzone jedoch gut kaschiert, so dass ein ärmelloses Kleid ebenfalls sehr elegant wirken kann.

Accessoires

Bunte Accessoires helfen bei allen Körperformen, den Blick auf bestimmte Regionen zu lenken. Schwarze Kleidung hilft bei vielen Problemzonen, sollte jedoch mit bunten Farben aufgepeppt sein, damit die Gesamtoptik nicht zu düster wirkt. Pumps und schmale Absätze geben zum Beispiel immer einen schlanken Look für die Beine, während Schals und Tücher das Bild am Oberkörper abrunden. Ketten, große Handtaschen, Armreifen und Co. sollten auf das Kleid abgepasst sein, denn sie lenken den Blick von den Problemzonen weg und werten den Look richtig auf.

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