Pumps, Slipper und Ballerinas - das ABC der Frauenschuhe

Für die meisten Frauen können es nie genug Schuhe sein, denn je nach Farbe und Art muss das Schuhwerk zum ausgewählten Outfit passen. Die Vielfalt an möglichen Kombinationen und Schuhen treibt nicht nur die Kosten in die Höhe, sondern sorgt in vielen Fällen auch für ratlose Blicke vor dem Spiegel. Im Durchschnitt besitzen Frauen laut Umfragen in etwa 17,3 Paar Schuhe, während Männer nur 8,2 Paare ihr Eigen nennen. Dabei gibt es besonders viele Schuhe, die selten mehr als einmal im Monat genutzt werden, in etwa 10,8 Paare.


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Das kann zum einen damit zusammenhängen, dass sich nicht jedes Paar für den Alltag gleich gut eignet. Auf der anderen Seite sollten Frauen genau darauf achten, wie sie ihre Kleidung mit den Lieblingsschuhen kombinieren und welche Schuhe am besten zu ihrem Stil passen.

High Heels, Stilettos oder Pumps?


Abbildung 1: Engländer liegen mit 8,3 Zentimetern Absatzschuhen auf Platz eins im europäischen Vergleich.

Beliebt, verteufelt und von vielen Menschen als Inbegriff des Frauenschuhs gesehen, gelten Pumps seit ihrer Erfindung als abwechslungsreiche Fußbekleidung. Pumps sind elegante Schuhe mit einem hohen Absatz, der zwischen 3 und 9,5 Zentimetern liegt. Absatzschuhe gibt es bereits seit dem 16. Jahrhundert, denn der Adel, sowohl Männer, als auch Frauen, wollten sich abheben und die eigene Stellung betonen. Doch auch William Shakespeare oder Oscar Wilde sollen auf die Absatzschuhe geschworen haben. Im Zuge der französischen Revolution waren die Absätze nicht sehr geläufig, bis Frauen sie im 19. Jahrhundert als Trend wieder entdeckten.

Der Durchbruch erfolgte in den 1950ern, als Modeikonen wie Audrey Hepburn oder Marilyn Monroe mit ihren schwarzen oder roten Pumps und High Heels der Männerwelt den Kopf verdrehten.


Abbildung 2: Stilikone Marilyn Monroe prägte das Bild der Pumps über Jahrzehnte.

Ob zum Tanzen oder einfach zum Genießen, Pumps passen in jede Lebenslage.Ihre Erfinder stammen wohl aus der italienischen und französischen Modeszene.


Quelle: http://www.cosmopolitan.de/

Der Unterschied zwischen Pumps und High Heels liegt, wie der Name vielleicht schon erahnen lässt, in der Höhe der Absätze. Ab zehn bis zwölf Zentimetern handelt es sich um High Heels, die oft mit einem zusätzlichen Riemen ausgestattet sind, um einen sicheren Halt gewährleisten zu können. Bis zu zehn Zentimetern Absatz werden Schuhe dagegen als Pumps bezeichnet.Stilettos, eine weitere Form des hohen Frauenschuhs, tragen ihren Namen aufgrund des dünnen Pfennigabsatzes, der sie charakterisiert.

Ein Erfolgsgeheimnis der Schuhe liegt darin, dass sie die Frauenbeine optisch verlängern und dünner erscheinen lassen und diese zu nahezu jedem Outfit passen. Wer ein Kleid oder einen Rock trägt, liegt mit Pumps nie falsch, doch sie passen auch zu Jeans und Kostümen. Wichtig bei der Auswahl ist die eigene Schuhgröße, denn ab Größe 40 können Pumps sehr lang wirken, wenn sie spitz zulaufen. Damit die Haltung bequem ist, sollte die Breite gut zum eigenen Fuß passen. Frauen mit sehr kleinen Füßen sollten auf High Heels verzichten und lieber Pumps tragen, da der Winkel des Fußballens im Schuh sehr steil sein kann. Bei unsicherem Halt muss es kein Stiletto mit Pfennigabsatz sein. Es gibt viele schöne Pumps mit Blockabsätzen. 

Wer sich trotzdem unsicher ist, sollte beim Schuhkauf unbedingt verschiedene Größen ausprobieren und sich Unterstützung holen. Mit Tipps aus diesem Video klappt es aber auch mit den High Heels.

http://www.youtube.com/watch?v=qGmX_263HB0

Ballerinas, Slipper oder Mokassin?

Im deutlichen Gegensatz zu den Pumps stehen die flachen Ballerinas und Slippers. Besonders in den 60er und 70er Jahren erhielten Pumps einen schlechten Ruf, da sie als gesundheitsschädlich galten und viele Feministinnen sie als Bild für die Unterwerfung der Frau betrachteten.


Abbildung 3: Ob bunt oder klassisch - Ballerinas sind auf dem ganzen Globus beliebt.

Doch auch flache Schuhe haben im Laufe der Entwicklung ihren ganz eigenen Charakter entwickelt und stehen hohen Schuhen in Sachen Stil und Vielfalt in nichts nach.

Die klassische Form der Ballerinas stammt tatsächlich von den Tanzschuhen des Balletts. Als Freizeit- oder Straßenschuhe kamen sie erst in den 50er Jahren vermehrt auf den Markt. Schauspielerin Audrey Hepburn wollte zunächst Ballett-Tänzerin werden, doch sie konnte nach dem Krieg diesen Traum nicht mehr verwirklichen. In ihren ersten Filmrollen ließ sie sich spezielle Ballerinas anfertigen, die bald darauf zum Kult wurden. Auch andere Stars wie Brigitte Bardot, die ebenfalls vom Ballett kam, prägten Design und Stile der flachen Schuhe.


Abbildung 4: Audrey Hepburn ist für ausgefallene Ballerinas und High Heels bekannt.

Ballerinas sind Schuhe zum Hineinschlüpfen, ohne Absatz und mit einem weiten, oberen Ausschnitt versehen. Oft gibt es Verzierungen mit Schleifen oder Aufsätzen, welche die Schuhe elegant, verspielt oder mädchenhaft wirken lassen. Sie gelten als zeitlos, bequem und vor allem passen sie zu vielen unterschiedlichen Kleidungsstücken. Beliebt ist die Babydollform, die eine sehr abgerundete Spitze besitzt.

Während viele Männer Frauen mit Absatzschuhen als verführerisch und sinnlich betrachten, wirken Frauen mit Ballerinas oft unschuldig und mädchenhaft. Doch mit dem passenden Outfit kann jede Frau die flachen Schuhe zu ihrem eigenen Trend machen. Zu Ballerinas passen Röhren- oder Stretchjeans und generell etwas engere Schnitte, damit die Schuhe gut hervorstechen können. Auch zum Hosenanzug oder einer Leggings sind Ballerinas gut geeignet. Socken sollten Frauen in Ballerinas jedoch vermeiden und Strumpfhosen nur dann einsetzen, wenn das Kleid dementsprechend elegant ist. Kurze Sommerkleider mit Mustern und fließendem Stoff sind mit Ballerinas gut zu kombinieren. Besonders kleinere Frauen sollten keine langen Kleider zu Ballerinas tragen, da diese die Figur etwas stauchen können.

Slipper besitzen im Gegensatz zu Ballerinas einen kleinen Absatz, sind jedoch trotzdem zum Hineinschlüpfen, was die englische Bezeichnung ausdrückt. Es gibt meist keine Reißverschlüsse, Schnallen oder Bänder und dieser Stil hat seinen Ursprung in den USA der 30er Jahre. Er ist als Alternative zum feinen Herrenschuh gedacht und auch als Loafer bekannt. In den 60ern verbreiteten Jack Lemmon oder Dean Martin den bequemen, aber auch eleganten Schuh.

Damenslipper eroberten nach dem Erfolg der Ballerinas durch die Beliebtheit der Männerschuhe ebenfalls rasch die Modewelt und heutzutage stellt selbst Louis Vitton ausgefallene Slipper her. Diese sind in vielen Formen und Farben vorhanden und durch ihre leichte Eleganz mit Absatz auch für die Abendgarderobe geeignet. Besonders Lederslipper sind bei vielen Frauen beliebt, die mit Röcken oder Hosen gleich gut zusammen passen.

Mokassins oder Mokassinslipper gehören zu den ältesten Fußbekleidungen überhaupt. Bereits die nordamerikanischen Ureinwohner verwendeten diese Schlüpfschuhe ohne Absatz und ursprünglich ohne Verstärkung der Sohle oder Innenfutter. Meist bestanden Sohle und Seitenteile aus einem einzigen Stück Rohleder, das die Ureinwohner mit einem zweiten Deckstück zusammennähten. Viele nutzten die Schuhe zum Jagen oder als Schutz vor spitzen Steinen und unebenem Untergrund.


Abbildung 5: Mokassins sind für Männer und Frauen gleich gut geeignet.

Der größte Vorteil der Mokassins liegt in ihrer bequemen Struktur, die trotzdem sowohl elegant, als auch sportlich wirken kann. Bereits seit dem 18. Jahrhundert galten die Schuhe als beliebte Freizeitbekleidung. Heutzutage lassen sich unterschiedliche Modelle aus Velours, Wild- oder Nubukleder finden, die verziert oder klassisch dezent ausgestattet sind. Es gibt ebenso viele Modelle aus Leinen und weitere Stile, die über die Knöchel reichen oder sogar als Stiefel ausgestattet sind.

Besonders Glattledermokassins eignen sich hervorragend für Kostüme, Hosenanzüge oder knielange Röcke, wenn es sich nicht nur um Freizeitmodelle handeln soll. In der Freizeit passen Leinenhosen, helle Sommerkleider oder Jeans sehr gut zu den bequemen Schuhen. Diese können oft mit Accessoires wie Fransen, Perlen oder Aufstickern versehen sein, doch weniger ist hier manchmal mehr. Naturtöne sind weit verbreitet und diese passen gut zu Jeans und T-Shirt.

Mittlerweile haben sich auch Modelle durchgesetzt, die einen kleinen Absatz besitzen und mit den klassischen Mokassins nicht mehr viel gemein haben. Diese Pumpmokassins sind hervorragende Hingucker und durch das weiche Leder auch über längere Zeit sehr bequem zu tragen. Da Frauen in Mokassins meist barfuß schlüpfen, sind längere Wanderungen über unebenes Terrain damit eher nicht zu empfehlen, da viele Modelle oft keine verstärkten Seiten besitzen. Als Freizeitschuh ist der Mokassin jedoch zu fast jedem Outfit gut zu nutzen.

Sommer und Freizeitmodelle

Pumps können besonders im Sommer unangenehm an den Füßen drücken. Doch die eleganten Schuhe will kaum eine Frau missen, deshalb greifen viele zu Peeptoes. Dieser Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „herausschauende Zehen“. Peeptoes sind im Prinzip Pumps, die vorne eine Öffnung für einige Zehen vorweisen. Seit den späten 30er Jahren gewann dieses Pumps-Modell deutlich an Zuwachs innerhalb der weiblichen Bevölkerung. Barfüßig in Schuhe zu steigen war noch nicht alltagstauglich und so veränderten die Peeptoes das Modeverhalten. Heutzutage ist es nicht schick, Socken oder Strümpfe in Peeptoes zu tragen, doch eine Feinstrumpfhose passt in vielen Fällen gut dazu. Wichtig sind gepflegte Füße und wie bei den Pumps die Abstimmung zwischen Schuhdesign und Outfit. Meist sind sommerliche Designs mit Kleidern und Röcken ideal, denn damit wirken die Peeptoes eleganter, als die meisten Sandalen.

Sandaletten sind Sandalen, die einen Absatz besitzen und zusätzliche, feine Ausstattungen mit Knöchelbändern, Stoffblumen und ähnlichem tragen. Durch den Absatz wirken sie edel und nicht so leger wie normale Sandalen. Oft sind dünne Riemchen vorhanden, die dem Fuß eine filigrane Note verleihen. Dabei müssen es nicht allzu hohe Absätze sein, um die Feinheit von Füßen und Knöcheln zu betonen. Gut dazu passen kurze Sommerkleider oder eine Blue Jeans.

Sneakers


Abbildung 6: Sneakers passen zu jedem Alter und zu vielen Freizeit-Outfits.

Der Klassiker unter den heutigen Freizeitschuhen ist der Sneaker. Diese Sport- und Freizeitschuhe kommen in so vielen Variationen vor, dass jedes Outfit bedient sein kann. Der Ursprung des Schuhs liegt im Sport, doch im Laufe der Jahrzehnte wurden die flachen Schuhe immer beliebter, vor allem durch ihre bequemen Stile und die leisen Gummisohlen. Diese geben den Sneakern, den „Schleichern“, ihren typischen Namen. Viele Modelle sind aus hochwertigem Leder hergestellt. Der Unterschied zu Turnschuhen liegt darin, dass diese meist über die Knöchel reichen, während Sneaker unter den Knöcheln aufhören und ihr Einsatz in den sportlichen Bereich fällt. Sneaker sind hauptsächlich für Jeansmode sehr gut geeignet und bieten viele Kombinationsmöglichkeiten. 

Bildquellen:
Abbildung 1: Pixabay.com © Hans (CC0 1.0)
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